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Bienen und Wildbienen in Münster (Nordrhein-Westfalen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Münster · Nordrhein-Westfalen

Bienen-Beobachtungen in Münster

Was im Umkreis um Münster gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Münster

Postleitzahl
48143-48167
Landkreis
Kreisfreie Stadt Münster
Einwohner (2024)
308.258
Höhe ü. NN
60 m
Fläche
303,3 km²

Quelle: Münster auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Münster · GBIF)

1.115

2023

1.389

2024

1.752

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

6.941

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

262

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

86

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-61%

223 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Münster-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 2.266 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 1.913 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 1.503 Funde
  4. 4 Bombus hypnorum 402 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 358 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Münster-Mitte 2 (0.2 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    28. Februar

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  2. Schlehe

    15. März

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  3. Löwenzahn

    1. April

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  4. Holunder

    20. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  5. Linde

    12. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Münster-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und kombiniert Ballungsräume mit Eifel, Sauerland, Niederrhein und Teutoburger Wald. NRW hat eine eigene "Biodiversitätsstrategie NRW" sowie Artenhilfsprogramme veröffentlicht. Strukturreiche Mittelgebirgsränder, Halden aus Bergbau-Folgelandschaften und Rheinaue bieten ein breites Habitat-Spektrum für Wildbienen — von wärmeliebenden Arten am Niederrhein bis zu Mittelgebirgsspezialisten.

Quellen: https://nrw.nabu.de/, https://www.umwelt.nrw.de/, https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw, https://www.nationalpark-eifel.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 51.86,52.05 · lon 7.50,7.75 · Gemeinde: Münster · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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