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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Meschede (Nordrhein-Westfalen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Meschede · Nordrhein-Westfalen

Bienen-Beobachtungen in Meschede

Was im Umkreis um Meschede gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Meschede

Postleitzahl
59872
Landkreis
Hochsauerlandkreis
Einwohner (2023)
29.988
Höhe ü. NN
260 m
Fläche
218,5 km²

Quelle: Meschede auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Meschede · GBIF)

61

2023

19

2024

85

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

270

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

63

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

1

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-92%

13 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Meschede-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus pascuorum 56 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 54 Funde
  3. 3 Apis mellifera 52 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 36 Funde
  5. 5 Bombus hortorum 10 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Calle (1.4 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    25. März

    Blühbeginn, Mittel aus 27 Jahren

  2. Schlehe

    2. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 28 Jahren

  3. Löwenzahn

    2. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 28 Jahren

  4. Apfel

    9. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 28 Jahren

  5. Holunder

    18. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 28 Jahren

  6. Linde

    19. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 27 Jahren

  7. Heidekraut

    13. August

    Blühbeginn, Mittel aus 28 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Meschede-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und kombiniert Ballungsräume mit Eifel, Sauerland, Niederrhein und Teutoburger Wald. NRW hat eine eigene "Biodiversitätsstrategie NRW" sowie Artenhilfsprogramme veröffentlicht. Strukturreiche Mittelgebirgsränder, Halden aus Bergbau-Folgelandschaften und Rheinaue bieten ein breites Habitat-Spektrum für Wildbienen — von wärmeliebenden Arten am Niederrhein bis zu Mittelgebirgsspezialisten.

Quellen: https://nrw.nabu.de/, https://www.umwelt.nrw.de/, https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw, https://www.nationalpark-eifel.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 51.25,51.41 · lon 8.10,8.38 · Gemeinde: Meschede · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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