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Bienen und Wildbienen in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Düsseldorf · Nordrhein-Westfalen

Bienen-Beobachtungen in Düsseldorf

Was im Umkreis um Düsseldorf gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Düsseldorf

Postleitzahl
40210-40629
Landkreis
Kreisfreie Stadt Düsseldorf
Einwohner (2024)
618.685
Höhe ü. NN
38 m
Fläche
217,4 km²

Quelle: Düsseldorf auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Düsseldorf · GBIF)

365

2023

353

2024

717

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

2.840

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

934

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

32

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-52%

66 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Düsseldorf-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 868 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 817 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 493 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 226 Funde
  5. 5 Bombus hypnorum 86 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Düsseldorf-Eulerstraße (2.2 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    16. März

    Blühbeginn, Mittel aus 15 Jahren

  2. Löwenzahn

    11. April

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

  3. Holunder

    10. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 15 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Düsseldorf-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Angertal

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Bachtäler von Hasselbach und Conesbach

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Baulofsbruch

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Düsselauen bei Gödinghoven

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Elbsee

    Naturschutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und kombiniert Ballungsräume mit Eifel, Sauerland, Niederrhein und Teutoburger Wald. NRW hat eine eigene "Biodiversitätsstrategie NRW" sowie Artenhilfsprogramme veröffentlicht. Strukturreiche Mittelgebirgsränder, Halden aus Bergbau-Folgelandschaften und Rheinaue bieten ein breites Habitat-Spektrum für Wildbienen — von wärmeliebenden Arten am Niederrhein bis zu Mittelgebirgsspezialisten.

Quellen: https://nrw.nabu.de/, https://www.umwelt.nrw.de/, https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw, https://www.nationalpark-eifel.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 51.16,51.32 · lon 6.70,6.92 · Gemeinde: Düsseldorf · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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