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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Hagen (Nordrhein-Westfalen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Hagen · Nordrhein-Westfalen

Bienen-Beobachtungen in Hagen

Was im Umkreis um Hagen gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Hagen

Postleitzahl
58000
Landkreis
kreisfreie Stadt
Einwohner (2023)
190.490
Höhe ü. NN
106 m
Fläche
160,4 km²

Quelle: Hagen auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Hagen · GBIF)

135

2023

148

2024

156

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

838

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

250

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

9

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-76%

37 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Hagen-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 191 Funde
  2. 2 Apis mellifera 181 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 140 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 64 Funde
  5. 5 Osmia cornuta 40 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Hagen-Emst (1.0 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    21. März

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

  2. Löwenzahn

    10. April

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

  3. Schlehe

    19. April

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

  4. Apfel

    5. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 14 Jahren

  5. Holunder

    2. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

  6. Linde

    25. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

  7. Heidekraut

    16. August

    Blühbeginn, Mittel aus 16 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Hagen-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und kombiniert Ballungsräume mit Eifel, Sauerland, Niederrhein und Teutoburger Wald. NRW hat eine eigene "Biodiversitätsstrategie NRW" sowie Artenhilfsprogramme veröffentlicht. Strukturreiche Mittelgebirgsränder, Halden aus Bergbau-Folgelandschaften und Rheinaue bieten ein breites Habitat-Spektrum für Wildbienen — von wärmeliebenden Arten am Niederrhein bis zu Mittelgebirgsspezialisten.

Quellen: https://nrw.nabu.de/, https://www.umwelt.nrw.de/, https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw, https://www.nationalpark-eifel.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 51.27,51.43 · lon 7.37,7.60 · Gemeinde: Hagen · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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