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Bienen und Wildbienen in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Bielefeld · Nordrhein-Westfalen

Bienen-Beobachtungen in Bielefeld

Was im Umkreis um Bielefeld gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Bielefeld

Postleitzahl
33602-33739
Landkreis
Kreisfreie Stadt Bielefeld
Einwohner (2024)
331.605
Höhe ü. NN
118 m
Fläche
258,8 km²

Quelle: Bielefeld auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Bielefeld · GBIF)

121

2023

240

2024

558

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

1.615

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

485

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

24

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-50%

48 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Bielefeld-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 458 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 354 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 338 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 129 Funde
  5. 5 Bombus hypnorum 85 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Bielefeld-Gadderbaum (1.4 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    29. März

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  2. Schlehe

    21. April

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  3. Löwenzahn

    27. April

    Blühbeginn, Mittel aus 7 Jahren

  4. Holunder

    31. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  5. Heidekraut

    7. August

    Blühbeginn, Mittel aus 6 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Bielefeld-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und kombiniert Ballungsräume mit Eifel, Sauerland, Niederrhein und Teutoburger Wald. NRW hat eine eigene "Biodiversitätsstrategie NRW" sowie Artenhilfsprogramme veröffentlicht. Strukturreiche Mittelgebirgsränder, Halden aus Bergbau-Folgelandschaften und Rheinaue bieten ein breites Habitat-Spektrum für Wildbienen — von wärmeliebenden Arten am Niederrhein bis zu Mittelgebirgsspezialisten.

Quellen: https://nrw.nabu.de/, https://www.umwelt.nrw.de/, https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/natur/biologische-vielfalt-und-biodiversitaetsstrategie-nrw, https://www.nationalpark-eifel.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 51.93,52.07 · lon 8.42,8.62 · Gemeinde: Bielefeld · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

Andere Städte in Nordrhein-Westfalen

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