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Bienen und Wildbienen in Offenbach am Main (Hessen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Offenbach am Main · Hessen

Bienen-Beobachtungen in Offenbach am Main

Was im Umkreis um Offenbach am Main gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Offenbach am Main

Postleitzahl
63065-63075
Landkreis
Kreisfreie Stadt Offenbach am Main
Einwohner (2024)
132.746
Höhe ü. NN
98 m
Fläche
44,9 km²

Quelle: Offenbach am Main auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Offenbach am Main · GBIF)

163

2023

328

2024

522

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

1.923

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

529

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

28

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-63%

76 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Offenbach am Main-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 456 Funde
  2. 2 Bombus pascuorum 446 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 299 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 114 Funde
  5. 5 Bombus pratorum 109 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Offenbach-Wetterpark (Ph) (2.9 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    12. März

    Blühbeginn, Mittel aus 29 Jahren

  2. Schlehe

    31. März

    Blühbeginn, Mittel aus 31 Jahren

  3. Löwenzahn

    4. April

    Blühbeginn, Mittel aus 30 Jahren

  4. Apfel

    27. April

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  5. Holunder

    13. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 31 Jahren

  6. Linde

    10. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 27 Jahren

  7. Heidekraut

    4. August

    Blühbeginn, Mittel aus 18 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Offenbach am Main-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Am Berger Hang

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Baumhain

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Binnendüne "Leuchte"

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Bruch von Gravenbruch

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Enkheimer Ried

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Hessen

Hessen ist von Mittelgebirgen geprägt (Vogelsberg, Rhön, Taunus, Westerwald) und liegt klimatisch im Übergang zwischen ozeanisch und kontinental — was zu sehr unterschiedlichen Bienen-Habitaten führt, von Buchenwald-Saumen bis zu basaltbasierten Magerrasen der Rhön. Das Land hat eine Hessische Biodiversitätsstrategie und ein Programm "Bienenfreundliches Hessen" veröffentlicht. Oberste Naturschutzbehörde ist seit dem Ressortzuschnitt 2024 das Ministerium für Landwirtschaft, ländlichen Raum, Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

Quellen: https://hessen.nabu.de/, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/biodiversitaetsstrategie, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/bienenfreundliches-hessen, https://www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Hessen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 50.06,50.16 · lon 8.69,8.85 · Gemeinde: Offenbach am Main · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

Andere Städte in Hessen

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