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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Marburg (Hessen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Marburg · Hessen

Bienen-Beobachtungen in Marburg

Was im Umkreis um Marburg gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Marburg

Postleitzahl
35037
Landkreis
Landkreis Marburg-Biedenkopf
Einwohner (2023)
78.203
Höhe ü. NN
186 m
Fläche
123,9 km²

Quelle: Marburg auf Wikipedia

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Marburg (3.2 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    20. März

    Blühbeginn, Mittel aus 64 Jahren

  2. Löwenzahn

    14. April

    Blühbeginn, Mittel aus 63 Jahren

  3. Schlehe

    17. April

    Blühbeginn, Mittel aus 64 Jahren

  4. Apfel

    4. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 35 Jahren

  5. Holunder

    30. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 63 Jahren

  6. Linde

    23. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 58 Jahren

  7. Heidekraut

    2. August

    Blühbeginn, Mittel aus 60 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Marburg-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Die Teichwiesen bei Heskem

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Frauenberg bei Beltershausen

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    In der Teisebach bei Anzefahr

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Kehnaer Trift

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Kleine Lummersbach bei Cyriaxweimar

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Hessen

Hessen ist von Mittelgebirgen geprägt (Vogelsberg, Rhön, Taunus, Westerwald) und liegt klimatisch im Übergang zwischen ozeanisch und kontinental — was zu sehr unterschiedlichen Bienen-Habitaten führt, von Buchenwald-Saumen bis zu basaltbasierten Magerrasen der Rhön. Das Land hat eine Hessische Biodiversitätsstrategie und ein Programm "Bienenfreundliches Hessen" veröffentlicht. Oberste Naturschutzbehörde ist seit dem Ressortzuschnitt 2024 das Ministerium für Landwirtschaft, ländlichen Raum, Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

Quellen: https://hessen.nabu.de/, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/biodiversitaetsstrategie, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/bienenfreundliches-hessen, https://www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Hessen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 50.74,50.87 · lon 8.63,8.86 · Gemeinde: Marburg · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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