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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Heppenheim (Hessen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Heppenheim · Hessen

Bienen-Beobachtungen in Heppenheim

Was im Umkreis um Heppenheim gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Heppenheim

Postleitzahl
64646
Landkreis
Landkreis Bergstraße
Einwohner (2023)
27.610
Höhe ü. NN
122 m
Fläche
52,1 km²

Quelle: Heppenheim auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Heppenheim · GBIF)

108

2023

138

2024

220

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

1.033

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

333

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

5

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-74%

19 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Heppenheim-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 183 Funde
  2. 2 Apis mellifera 135 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 87 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 63 Funde
  5. 5 Osmia cornuta 62 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Heppenheim (1.3 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    18. März

    Blühbeginn, Mittel aus 23 Jahren

  2. Schlehe

    8. April

    Blühbeginn, Mittel aus 24 Jahren

  3. Löwenzahn

    11. April

    Blühbeginn, Mittel aus 20 Jahren

  4. Apfel

    22. April

    Blühbeginn, Mittel aus 22 Jahren

  5. Holunder

    19. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 20 Jahren

  6. Linde

    10. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 14 Jahren

  7. Heidekraut

    15. August

    Blühbeginn, Mittel aus 17 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Heppenheim-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Albersbacher Riedwiesen

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Hemsberg von Bensheim-Zell

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    In der Erbach bei Mörlenbach

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Rohrwiesen und Gänswiesen

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Schafhof-Teufelsloch

    Naturschutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Hessen

Hessen ist von Mittelgebirgen geprägt (Vogelsberg, Rhön, Taunus, Westerwald) und liegt klimatisch im Übergang zwischen ozeanisch und kontinental — was zu sehr unterschiedlichen Bienen-Habitaten führt, von Buchenwald-Saumen bis zu basaltbasierten Magerrasen der Rhön. Das Land hat eine Hessische Biodiversitätsstrategie und ein Programm "Bienenfreundliches Hessen" veröffentlicht. Oberste Naturschutzbehörde ist seit dem Ressortzuschnitt 2024 das Ministerium für Landwirtschaft, ländlichen Raum, Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

Quellen: https://hessen.nabu.de/, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/biodiversitaetsstrategie, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/bienenfreundliches-hessen, https://www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Hessen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 49.59,49.71 · lon 8.58,8.76 · Gemeinde: Heppenheim · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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