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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Limburg an der Lahn (Hessen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Limburg an der Lahn · Hessen

Bienen-Beobachtungen in Limburg an der Lahn

Was im Umkreis um Limburg an der Lahn gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Limburg an der Lahn

Postleitzahl
65549
Landkreis
Landkreis Limburg-Weilburg
Einwohner (2023)
36.506
Höhe ü. NN
117 m
Fläche
45,2 km²

Quelle: Limburg an der Lahn auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Limburg an der Lahn · GBIF)

95

2023

48

2024

106

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

537

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

261

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

3

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-89%

28 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Limburg an der Lahn-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 119 Funde
  2. 2 Apis mellifera 75 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 66 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 48 Funde
  5. 5 Xylocopa violacea 40 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Limburg a. d. Lahn (1.2 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    26. März

    Blühbeginn, Mittel aus 24 Jahren

  2. Schlehe

    16. April

    Blühbeginn, Mittel aus 25 Jahren

  3. Löwenzahn

    21. April

    Blühbeginn, Mittel aus 26 Jahren

  4. Apfel

    3. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 23 Jahren

  5. Holunder

    10. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 26 Jahren

  6. Linde

    30. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  7. Heidekraut

    28. August

    Blühbeginn, Mittel aus 24 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Limburg an der Lahn-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Dehrner Auwald und Dehrner Teiche

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Eich von Niederbrechen

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Kalksteinbruch bei Hadamar

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Kiesgrube von Niederhadamar

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Mensfelder Kopf

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Hessen

Hessen ist von Mittelgebirgen geprägt (Vogelsberg, Rhön, Taunus, Westerwald) und liegt klimatisch im Übergang zwischen ozeanisch und kontinental — was zu sehr unterschiedlichen Bienen-Habitaten führt, von Buchenwald-Saumen bis zu basaltbasierten Magerrasen der Rhön. Das Land hat eine Hessische Biodiversitätsstrategie und ein Programm "Bienenfreundliches Hessen" veröffentlicht. Oberste Naturschutzbehörde ist seit dem Ressortzuschnitt 2024 das Ministerium für Landwirtschaft, ländlichen Raum, Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

Quellen: https://hessen.nabu.de/, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/biodiversitaetsstrategie, https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/bienenfreundliches-hessen, https://www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Hessen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 50.33,50.45 · lon 7.97,8.16 · Gemeinde: Limburg an der Lahn · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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