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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Regen (Bayern) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Regen · Bayern

Bienen-Beobachtungen in Regen

Was im Umkreis um Regen gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Regen

Postleitzahl
94209
Landkreis
Landkreis Regen
Einwohner (2023)
11.009
Höhe ü. NN
532 m
Fläche
65,1 km²

Quelle: Regen auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Regen · GBIF)

9

2023

24

2024

12

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

56

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

2

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

2

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

0%

2 im Vorjahresfenster

in etwa gleich viele wie im Vorjahres-Fenster Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Regen-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 15 Funde
  2. 2 Apis mellifera 13 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 11 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 4 Funde
  5. 5 Bombus pratorum 4 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Regen (Ph) (0.7 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    17. März

    Blühbeginn, Mittel aus 57 Jahren

  2. Schlehe

    24. April

    Blühbeginn, Mittel aus 57 Jahren

  3. Löwenzahn

    2. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 57 Jahren

  4. Apfel

    11. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 23 Jahren

  5. Holunder

    6. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 24 Jahren

  6. Linde

    6. Juli

    Blühbeginn, Mittel aus 18 Jahren

  7. Heidekraut

    12. August

    Blühbeginn, Mittel aus 54 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Regen-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Bayern

Bayern ist das flächengrößte Bundesland und reicht von den Alpen über das Alpenvorland und die fränkischen Mittelgebirge bis zum Donautal. Nach dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" 2019 wurde das Bayerische Naturschutzgesetz novelliert; das Staatsministerium betreibt seit 2018 den "Blühpakt Bayern" mit Modulen für Wildbienen-Modellgärten und blütenreiche Kommunal- und Privatflächen. In Bayern ist der LBV — nicht NABU — der traditionelle Vogel- und Naturschutzverband.

Quellen: https://www.lbv.de/, https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/index.htm, https://www.bluehpakt.bayern.de/, https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Bayern lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 48.91,49.03 · lon 13.03,13.21 · Gemeinde: Regen · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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