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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Kempten (Allgäu) (Bayern) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Kempten (Allgäu) · Bayern

Bienen-Beobachtungen in Kempten (Allgäu)

Was im Umkreis um Kempten (Allgäu) gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Kempten (Allgäu)

Postleitzahl
87435
Landkreis
kreisfreie Stadt
Einwohner (2023)
70.713
Höhe ü. NN
674 m
Fläche
63,3 km²

Quelle: Kempten (Allgäu) auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Kempten (Allgäu) · GBIF)

24

2023

63

2024

80

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

230

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

71

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

0

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-100%

20 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Kempten (Allgäu)-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 64 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 40 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 36 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 17 Funde
  5. 5 Bombus pratorum 16 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Kempten (Kerngemeinde) (0.7 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    25. März

    Blühbeginn, Mittel aus 58 Jahren

  2. Löwenzahn

    22. April

    Blühbeginn, Mittel aus 63 Jahren

  3. Schlehe

    27. April

    Blühbeginn, Mittel aus 43 Jahren

  4. Apfel

    11. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 31 Jahren

  5. Holunder

    3. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 64 Jahren

  6. Linde

    27. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 52 Jahren

  7. Heidekraut

    12. August

    Blühbeginn, Mittel aus 48 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Kempten (Allgäu)-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Bayern

Bayern ist das flächengrößte Bundesland und reicht von den Alpen über das Alpenvorland und die fränkischen Mittelgebirge bis zum Donautal. Nach dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" 2019 wurde das Bayerische Naturschutzgesetz novelliert; das Staatsministerium betreibt seit 2018 den "Blühpakt Bayern" mit Modulen für Wildbienen-Modellgärten und blütenreiche Kommunal- und Privatflächen. In Bayern ist der LBV — nicht NABU — der traditionelle Vogel- und Naturschutzverband.

Quellen: https://www.lbv.de/, https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/index.htm, https://www.bluehpakt.bayern.de/, https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Bayern lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 47.66,47.80 · lon 10.22,10.42 · Gemeinde: Kempten (Allgäu) · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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