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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Ansbach (Bayern) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Ansbach · Bayern

Bienen-Beobachtungen in Ansbach

Was im Umkreis um Ansbach gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Ansbach

Postleitzahl
91522
Landkreis
kreisfreie Stadt
Einwohner (2023)
42.311
Höhe ü. NN
409 m
Fläche
99,9 km²

Quelle: Ansbach auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Ansbach · GBIF)

7

2023

110

2024

175

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

438

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

130

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

1

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-96%

26 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Ansbach-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 113 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 73 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 56 Funde
  4. 4 Osmia cornuta 35 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 23 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Ansbach (Ph) (2.3 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    14. März

    Blühbeginn, Mittel aus 54 Jahren

  2. Löwenzahn

    17. April

    Blühbeginn, Mittel aus 52 Jahren

  3. Schlehe

    26. April

    Blühbeginn, Mittel aus 55 Jahren

  4. Apfel

    5. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 39 Jahren

  5. Holunder

    6. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 52 Jahren

  6. Linde

    18. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 41 Jahren

  7. Heidekraut

    4. August

    Blühbeginn, Mittel aus 55 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Ansbach-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Scheerweihergebiet bei Schalkhausen

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • LSG

    Dombachtal

    Landschaftsschutzgebiet

    offizielle Seite

  • LSG

    Naturpark Frankenhöhe

    Landschaftsschutzgebiet

    Wikipedia

  • Schutzgebiet

    Klingenweiher

    Schutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Bayern

Bayern ist das flächengrößte Bundesland und reicht von den Alpen über das Alpenvorland und die fränkischen Mittelgebirge bis zum Donautal. Nach dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" 2019 wurde das Bayerische Naturschutzgesetz novelliert; das Staatsministerium betreibt seit 2018 den "Blühpakt Bayern" mit Modulen für Wildbienen-Modellgärten und blütenreiche Kommunal- und Privatflächen. In Bayern ist der LBV — nicht NABU — der traditionelle Vogel- und Naturschutzverband.

Quellen: https://www.lbv.de/, https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/index.htm, https://www.bluehpakt.bayern.de/, https://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Bayern lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 49.22,49.36 · lon 10.45,10.66 · Gemeinde: Ansbach · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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