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Bienen und Wildbienen in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Sangerhausen · Sachsen-Anhalt

Bienen-Beobachtungen in Sangerhausen

Was im Umkreis um Sangerhausen gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Sangerhausen

Postleitzahl
06526
Landkreis
Landkreis Mansfeld-Südharz
Einwohner (2024)
25.392
Höhe ü. NN
154 m
Fläche
207,7 km²

Quelle: Sangerhausen auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Sangerhausen · GBIF)

6

2023

16

2024

21

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

93

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

44

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

3

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

0 im Vorjahresfenster

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Sangerhausen-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus pascuorum 23 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 20 Funde
  3. 3 Apis mellifera 13 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 12 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 11 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Sangerhausen (1.1 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    24. März

    Blühbeginn, Mittel aus 40 Jahren

  2. Löwenzahn

    17. April

    Blühbeginn, Mittel aus 40 Jahren

  3. Apfel

    5. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 39 Jahren

  4. Schlehe

    13. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 26 Jahren

  5. Holunder

    3. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 38 Jahren

  6. Linde

    25. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 38 Jahren

  7. Heidekraut

    26. August

    Blühbeginn, Mittel aus 12 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Sangerhausen-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Gipskarstlandschaft Pölsfeld

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Gipskarstlandschaft Questenberg

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Hackpfüffler See

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Helme bei Martinsrieth

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Hopptal

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verbindet die Magdeburger Börde (eine der ertragreichsten Ackerlandschaften Europas) mit Harz, Altmark, Saale-Unstrut und der Elbaue. Diese starke Ackerprägung macht Saumstrukturen, Trockenrasen am Mittelelbe-Steilufer und kalkgeprägte Magerrasen am Kyffhäuser-Rand zu wichtigen Refugien für Wildbienen. Zuständig ist das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten; ein dediziertes Insektenschutz- oder Wildbienenprogramm auf Landesebene ist öffentlich nicht dokumentiert.

Quellen: https://sachsen-anhalt.nabu.de/, https://mwl.sachsen-anhalt.de/, https://www.mittelelbe.com/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Sachsen-Anhalt lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 51.40,51.55 · lon 11.20,11.45 · Gemeinde: Sangerhausen · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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