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Bienen und Wildbienen in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Magdeburg · Sachsen-Anhalt

Bienen-Beobachtungen in Magdeburg

Was im Umkreis um Magdeburg gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Magdeburg

Postleitzahl
39104-39130
Landkreis
Kreisfreie Stadt Magdeburg
Einwohner (2024)
244.329
Höhe ü. NN
56 m
Fläche
201,0 km²

Quelle: Magdeburg auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Magdeburg · GBIF)

50

2023

73

2024

249

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

616

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

262

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

22

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-19%

27 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Magdeburg-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 132 Funde
  2. 2 Bombus pascuorum 125 Funde
  3. 3 Xylocopa violacea 116 Funde
  4. 4 Bombus terrestris 112 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 42 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Barleben (6.0 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    2. April

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  2. Löwenzahn

    22. April

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  3. Schlehe

    24. April

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  4. Apfel

    2. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  5. Holunder

    3. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  6. Linde

    18. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Magdeburg-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    FFH-Gebiet Elbaue südlich Rogätz mit Ohremündung

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Kreuzhorst

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Metritze

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Taufwiesenberge

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Weinberg bei Hohenwarthe

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verbindet die Magdeburger Börde (eine der ertragreichsten Ackerlandschaften Europas) mit Harz, Altmark, Saale-Unstrut und der Elbaue. Diese starke Ackerprägung macht Saumstrukturen, Trockenrasen am Mittelelbe-Steilufer und kalkgeprägte Magerrasen am Kyffhäuser-Rand zu wichtigen Refugien für Wildbienen. Zuständig ist das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten; ein dediziertes Insektenschutz- oder Wildbienenprogramm auf Landesebene ist öffentlich nicht dokumentiert.

Quellen: https://sachsen-anhalt.nabu.de/, https://mwl.sachsen-anhalt.de/, https://www.mittelelbe.com/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Sachsen-Anhalt lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 52.05,52.25 · lon 11.50,11.80 · Gemeinde: Magdeburg · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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