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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Rottweil (Baden-Württemberg) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Rottweil · Baden-Württemberg

Bienen-Beobachtungen in Rottweil

Was im Umkreis um Rottweil gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Rottweil

Postleitzahl
78611
Landkreis
Landkreis Rottweil
Einwohner (2023)
25.548
Höhe ü. NN
599 m
Fläche
71,8 km²

Quelle: Rottweil auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Rottweil · GBIF)

9

2023

18

2024

6

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht fallend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

75

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

48

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

0

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-100%

2 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Rottweil-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 15 Funde
  2. 2 Bombus terrestris 13 Funde
  3. 3 Bombus lapidarius 11 Funde
  4. 4 Bombus pascuorum 10 Funde
  5. 5 Xylocopa violacea 7 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Rottweil (Ph) (0.6 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    23. März

    Blühbeginn, Mittel aus 44 Jahren

  2. Schlehe

    26. April

    Blühbeginn, Mittel aus 44 Jahren

  3. Löwenzahn

    5. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 44 Jahren

  4. Apfel

    16. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 26 Jahren

  5. Holunder

    12. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 44 Jahren

  6. Linde

    6. Juli

    Blühbeginn, Mittel aus 44 Jahren

  7. Heidekraut

    2. September

    Blühbeginn, Mittel aus 20 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Rottweil-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg verbindet Oberrheinebene, Schwarzwald, Schwäbische Alb und Allgäu — vier sehr unterschiedliche Lebensraum-Typen für Wildbienen, von wärmeliebenden Trockenrasen am Kaiserstuhl bis zu subalpinen Magerwiesen. Das Land hat 2017 das "Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt" aufgelegt, das gezielt auch Bestäuber adressiert. Streuobstwiesen prägen hier mehr Fläche als in jedem anderen Bundesland.

Quellen: https://baden-wuerttemberg.nabu.de/, https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/, https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/biologische-vielfalt-und-mensch/sonderprogramm, https://nationalpark-schwarzwald.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Baden-Württemberg lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 48.11,48.23 · lon 8.54,8.74 · Gemeinde: Rottweil · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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