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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Heidelberg (Baden-Württemberg) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Heidelberg · Baden-Württemberg

Bienen-Beobachtungen in Heidelberg

Was im Umkreis um Heidelberg gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Heidelberg

Postleitzahl
69115-69126
Landkreis
Stadtkreis Heidelberg
Einwohner (2024)
155.756
Höhe ü. NN
114 m
Fläche
108,8 km²

Quelle: Heidelberg auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Heidelberg · GBIF)

246

2023

276

2024

475

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

2.565

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

1.274

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

23

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-76%

94 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Heidelberg-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 437 Funde
  2. 2 Bombus pascuorum 336 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 322 Funde
  4. 4 Osmia cornuta 158 Funde
  5. 5 Xylocopa violacea 117 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Heidelberg-Handschuhsheim (1.5 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    15. März

    Blühbeginn, Mittel aus 32 Jahren

  2. Schlehe

    8. April

    Blühbeginn, Mittel aus 32 Jahren

  3. Löwenzahn

    13. April

    Blühbeginn, Mittel aus 29 Jahren

  4. Apfel

    24. April

    Blühbeginn, Mittel aus 32 Jahren

  5. Holunder

    25. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 29 Jahren

  6. Linde

    11. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 31 Jahren

  7. Heidekraut

    12. August

    Blühbeginn, Mittel aus 26 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Heidelberg-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Felsenmeer, Russenstein, Naturpark Michelsbrunnen

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Odenwald bei Schriesheim

    Naturschutzgebiet

    offizielle Seite

  • NSG

    Oftersheimer Dünen

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Ölberg

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg verbindet Oberrheinebene, Schwarzwald, Schwäbische Alb und Allgäu — vier sehr unterschiedliche Lebensraum-Typen für Wildbienen, von wärmeliebenden Trockenrasen am Kaiserstuhl bis zu subalpinen Magerwiesen. Das Land hat 2017 das "Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt" aufgelegt, das gezielt auch Bestäuber adressiert. Streuobstwiesen prägen hier mehr Fläche als in jedem anderen Bundesland.

Quellen: https://baden-wuerttemberg.nabu.de/, https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/, https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/biologische-vielfalt-und-mensch/sonderprogramm, https://nationalpark-schwarzwald.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Baden-Württemberg lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 49.36,49.50 · lon 8.59,8.78 · Gemeinde: Heidelberg · Aktualisiert: 28. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

Andere Städte in Baden-Württemberg

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