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Bienen und Wildbienen in Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Freiburg im Breisgau · Baden-Württemberg

Bienen-Beobachtungen in Freiburg im Breisgau

Was im Umkreis um Freiburg im Breisgau gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Freiburg im Breisgau

Postleitzahl
79098-79117
Landkreis
Stadtkreis Freiburg im Breisgau
Einwohner (2024)
237.460
Höhe ü. NN
278 m
Fläche
153,0 km²

Quelle: Freiburg im Breisgau auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Freiburg im Breisgau · GBIF)

202

2023

230

2024

303

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

1.670

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

628

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

52

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

+49%

35 im Vorjahresfenster

mehr Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Freiburg im Breisgau-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 513 Funde
  2. 2 Bombus pascuorum 268 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 268 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 68 Funde
  5. 5 Xylocopa violacea 61 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Freiburg-Stadt (Ph) (1.1 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    5. März

    Blühbeginn, Mittel aus 55 Jahren

  2. Schlehe

    24. März

    Blühbeginn, Mittel aus 52 Jahren

  3. Löwenzahn

    3. April

    Blühbeginn, Mittel aus 48 Jahren

  4. Apfel

    17. April

    Blühbeginn, Mittel aus 25 Jahren

  5. Holunder

    11. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 51 Jahren

  6. Linde

    11. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 54 Jahren

  7. Heidekraut

    7. August

    Blühbeginn, Mittel aus 7 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Freiburg im Breisgau-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg verbindet Oberrheinebene, Schwarzwald, Schwäbische Alb und Allgäu — vier sehr unterschiedliche Lebensraum-Typen für Wildbienen, von wärmeliebenden Trockenrasen am Kaiserstuhl bis zu subalpinen Magerwiesen. Das Land hat 2017 das "Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt" aufgelegt, das gezielt auch Bestäuber adressiert. Streuobstwiesen prägen hier mehr Fläche als in jedem anderen Bundesland.

Quellen: https://baden-wuerttemberg.nabu.de/, https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/, https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/biologische-vielfalt-und-mensch/sonderprogramm, https://nationalpark-schwarzwald.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Baden-Württemberg lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 47.95,48.07 · lon 7.74,7.93 · Gemeinde: Freiburg im Breisgau · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

Andere Städte in Baden-Württemberg

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