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Bienen und Wildbienen in Jena (Thüringen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Jena · Thüringen

Bienen-Beobachtungen in Jena

Was im Umkreis um Jena gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Jena

Postleitzahl
07743-07751
Landkreis
Kreisfreie Stadt Jena
Einwohner (2024)
109.725
Höhe ü. NN
143 m
Fläche
114,8 km²

Quelle: Jena auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Jena · GBIF)

86

2023

67

2024

374

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

1.654

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

774

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

13

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-59%

32 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Jena-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus pascuorum 457 Funde
  2. 2 Apis mellifera 302 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 264 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 207 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 134 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Jena-Mitte (1.2 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    21. März

    Blühbeginn, Mittel aus 18 Jahren

  2. Schlehe

    11. April

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  3. Löwenzahn

    15. April

    Blühbeginn, Mittel aus 19 Jahren

  4. Apfel

    1. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 24 Jahren

  5. Holunder

    3. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 26 Jahren

  6. Linde

    19. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 24 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Jena-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Alter Gleisberg

    Naturschutzgebiet

    Wikipedia

  • NSG

    Ehemalige Fäkalienfelder am Talstein

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Erdengraben bei Zimmern

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Erlkönig

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Gembdenbach

    Naturschutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Thüringen

Thüringen ist von Mittelgebirgen geprägt (Thüringer Wald, Rhön, Harz-Südrand) und enthält mit dem Thüringer Becken ein ausgesprochen trocken-warmes Innenland — das ist günstig für wärmeliebende Wildbienenarten an Muschelkalk-Hängen und in den Saale-Unstrut-Trockenrasen. Das Land hat eine eigene Thüringer Biodiversitätsstrategie veröffentlicht. Zuständig ist das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.

Quellen: https://thueringen.nabu.de/, https://umwelt.thueringen.de/themen/naturschutz, https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/biologische-vielfalt, https://www.nationalpark-hainich.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Thüringen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 50.86,51.00 · lon 11.50,11.70 · Gemeinde: Jena · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

Andere Städte in Thüringen

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