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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Homburg (Saarland) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Homburg · Saarland

Bienen-Beobachtungen in Homburg

Was im Umkreis um Homburg gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Homburg

Postleitzahl
66424
Landkreis
Saarpfalz-Kreis
Einwohner (2023)
42.498
Höhe ü. NN
233 m
Fläche
82,6 km²

Quelle: Homburg auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Homburg · GBIF)

33

2023

55

2024

114

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

454

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

149

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

3

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-81%

16 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Homburg-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus pascuorum 92 Funde
  2. 2 Apis mellifera 89 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 87 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 41 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 27 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Wallhalben (3.7 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    16. März

    Blühbeginn, Mittel aus 12 Jahren

  2. Schlehe

    26. März

    Blühbeginn, Mittel aus 12 Jahren

  3. Löwenzahn

    29. März

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  4. Holunder

    14. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 12 Jahren

  5. Linde

    18. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 11 Jahren

  6. Heidekraut

    8. August

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Homburg-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Saarland

Das Saarland ist nach Bremen das kleinste Flächenland und liegt klimatisch im milden Übergang zwischen Atlantik und Kontinent. Das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau im Südosten umfasst Magerwiesen, Streuobstwiesen und kalkgeprägte Trockenstandorte — Schlüsselhabitate für viele Wildbienenarten. Zuständig ist das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV); ein eigenes Wildbienen- oder Insektenschutzprogramm auf Landesebene ist öffentlich nicht dokumentiert.

Quellen: https://www.nabu-saar.de/, https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Umwelt_und_Verbraucherschutz_(Saarland), https://www.biosphaere-bliesgau.eu/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Saarland lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 49.25,49.39 · lon 7.25,7.43 · Gemeinde: Homburg · Aktualisiert: 12. August 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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