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Bienen und Wildbienen in Saarbrücken (Saarland) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Saarbrücken · Saarland

Bienen-Beobachtungen in Saarbrücken

Was im Umkreis um Saarbrücken gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Saarbrücken

Postleitzahl
66111-66133
Landkreis
Regionalverband Saarbrücken
Einwohner (2024)
182.971
Höhe ü. NN
230 m
Fläche
167,5 km²

Quelle: Saarbrücken auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Saarbrücken · GBIF)

61

2023

48

2024

56

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: weitgehend stabil. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

526

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

248

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

1

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-67%

3 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Saarbrücken-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Apis mellifera 122 Funde
  2. 2 Bombus pascuorum 118 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 92 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 62 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 47 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Saarbrücken (Kerngemeinde) (0.9 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    5. März

    Blühbeginn, Mittel aus 34 Jahren

  2. Schlehe

    11. April

    Blühbeginn, Mittel aus 33 Jahren

  3. Löwenzahn

    14. April

    Blühbeginn, Mittel aus 36 Jahren

  4. Apfel

    28. April

    Blühbeginn, Mittel aus 30 Jahren

  5. Holunder

    25. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 35 Jahren

  6. Linde

    15. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 35 Jahren

  7. Heidekraut

    5. August

    Blühbeginn, Mittel aus 36 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Saarbrücken-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Bergehalde Viktoria

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Birzberg, Honigsack/Kappelberghang

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Heidhübel

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Landschaftsschutzgebiet L 6.03.03

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Schutzgebiet NABU

    Naturschutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Saarland

Das Saarland ist nach Bremen das kleinste Flächenland und liegt klimatisch im milden Übergang zwischen Atlantik und Kontinent. Das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau im Südosten umfasst Magerwiesen, Streuobstwiesen und kalkgeprägte Trockenstandorte — Schlüsselhabitate für viele Wildbienenarten. Zuständig ist das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV); ein eigenes Wildbienen- oder Insektenschutzprogramm auf Landesebene ist öffentlich nicht dokumentiert.

Quellen: https://www.nabu-saar.de/, https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Umwelt_und_Verbraucherschutz_(Saarland), https://www.biosphaere-bliesgau.eu/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Saarland lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 49.18,49.30 · lon 6.88,7.10 · Gemeinde: Saarbrücken · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.