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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Montabaur (Rheinland-Pfalz) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Montabaur · Rheinland-Pfalz

Bienen-Beobachtungen in Montabaur

Was im Umkreis um Montabaur gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Montabaur

Postleitzahl
56410
Landkreis
Westerwaldkreis
Einwohner (2023)
14.677
Höhe ü. NN
230 m
Fläche
33,8 km²

Quelle: Montabaur auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Montabaur · GBIF)

21

2023

21

2024

14

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht fallend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

229

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

194

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

2

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

+100%

1 im Vorjahresfenster

mehr Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Montabaur-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 54 Funde
  2. 2 Bombus lapidarius 41 Funde
  3. 3 Apis mellifera 34 Funde
  4. 4 Bombus pascuorum 16 Funde
  5. 5 Osmia cornuta 15 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Montabaur (0.7 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    8. März

    Blühbeginn, Mittel aus 63 Jahren

  2. Löwenzahn

    11. April

    Blühbeginn, Mittel aus 61 Jahren

  3. Schlehe

    15. April

    Blühbeginn, Mittel aus 58 Jahren

  4. Apfel

    3. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 32 Jahren

  5. Holunder

    26. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 58 Jahren

  6. Linde

    24. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 47 Jahren

  7. Heidekraut

    11. August

    Blühbeginn, Mittel aus 56 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Montabaur-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist durch Mittelgebirge (Hunsrück, Eifel, Westerwald, Pfälzerwald) und die Weinbauregionen entlang von Mosel, Nahe, Ahr und Mittelrhein geprägt — Trockenmauern, Magerrasen und Weinberg-Brachen sind hier bedeutende Wildbienen-Habitate. Das Land betreibt die landesweite Initiative "Aktion Grün" mit Modulen zu Natur- und Artenschutz, Streuobst und Insektenschutz. Zuständig ist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM).

Quellen: https://rlp.nabu.de/, https://mkuem.rlp.de/themen/naturschutz, https://aktion-gruen.de/, https://www.nlphh.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Rheinland-Pfalz lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 50.38,50.50 · lon 7.73,7.92 · Gemeinde: Montabaur · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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