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Bienen und Wildbienen in Mainz (Rheinland-Pfalz) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Mainz · Rheinland-Pfalz

Bienen-Beobachtungen in Mainz

Was im Umkreis um Mainz gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Mainz

Postleitzahl
55116-55131
Landkreis
Kreisfreie Stadt Mainz
Einwohner (2024)
224.684
Höhe ü. NN
89 m
Fläche
97,7 km²

Quelle: Mainz auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Mainz · GBIF)

310

2023

1.257

2024

2.968

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

5.812

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

1.051

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

38

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-61%

98 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Mainz-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 2.594 Funde
  2. 2 Apis mellifera 911 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 625 Funde
  4. 4 Bombus hortorum 437 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 280 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Mainz-Bretzenheim (1.6 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    20. März

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  2. Schlehe

    15. April

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  3. Löwenzahn

    15. April

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  4. Apfel

    2. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  5. Holunder

    30. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 10 Jahren

  6. Heidekraut

    2. August

    Blühbeginn, Mittel aus 6 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Mainz-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist durch Mittelgebirge (Hunsrück, Eifel, Westerwald, Pfälzerwald) und die Weinbauregionen entlang von Mosel, Nahe, Ahr und Mittelrhein geprägt — Trockenmauern, Magerrasen und Weinberg-Brachen sind hier bedeutende Wildbienen-Habitate. Das Land betreibt die landesweite Initiative "Aktion Grün" mit Modulen zu Natur- und Artenschutz, Streuobst und Insektenschutz. Zuständig ist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM).

Quellen: https://rlp.nabu.de/, https://mkuem.rlp.de/themen/naturschutz, https://aktion-gruen.de/, https://www.nlphh.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Rheinland-Pfalz lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 49.93,50.05 · lon 8.18,8.36 · Gemeinde: Mainz · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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