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Bienenatlas
Bienen und Wildbienen in Elmshorn (Schleswig-Holstein) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Elmshorn · Schleswig-Holstein

Bienen-Beobachtungen in Elmshorn

Was im Umkreis um Elmshorn gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Elmshorn

Postleitzahl
25335
Landkreis
Kreis Pinneberg
Einwohner (2023)
50.728
Höhe ü. NN
3 m
Fläche
21,4 km²

Quelle: Elmshorn auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Anthophila · Elmshorn · GBIF)

25

2023

76

2024

127

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

425

Anthophila · georeferenziert

NABU naturgucker

74

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

25

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

+79%

14 im Vorjahresfenster

mehr Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Bienen-Arten (Anthophila) in der Elmshorn-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus pascuorum 97 Funde
  2. 2 Apis mellifera 80 Funde
  3. 3 Bombus terrestris 78 Funde
  4. 4 Osmia bicornis 27 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 18 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Elmshorn (1.8 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    21. März

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  2. Löwenzahn

    11. April

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  3. Schlehe

    26. April

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  4. Apfel

    5. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  5. Holunder

    2. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  6. Linde

    24. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 7 Jahren

  7. Heidekraut

    4. August

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Elmshorn-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Liether Kalkgrube

    Naturschutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein ist zwischen Nordsee, Ostsee und der Geest gespannt und stark agrarisch geprägt; die Landschaft reicht von Marsch und Wattenmeer bis zur Holsteinischen Schweiz mit Endmoränen. Das Land verfolgt mit "Kurs Natur 2030" eine eigene Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt und veröffentlicht jährliche Biodiversitätsberichte. Knicks (Wallhecken) und Salzwiesen sind regional spezifische Strukturen mit hoher Wildbienen-Relevanz.

Quellen: https://schleswig-holstein.nabu.de/, https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/V/v_node.html, https://www.nationalpark-wattenmeer.de/sh/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Schleswig-Holstein lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 53.69,53.81 · lon 9.56,9.74 · Gemeinde: Elmshorn · Aktualisiert: 21. Juni 2026. Daten von GBIF — Anthophila (6 Bienen-Familien: Apidae, Megachilidae, Andrenidae, Halictidae, Colletidae, Melittidae). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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