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Bienen und Wildbienen in Hannover (Niedersachsen) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Hannover · Niedersachsen

Bienen-Beobachtungen in Hannover

Was im Umkreis um Hannover gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Hannover

Postleitzahl
30159-30669
Landkreis
Region Hannover
Einwohner (2024)
522.131
Höhe ü. NN
55 m
Fläche
204,3 km²

Quelle: Hannover auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Hannover · GBIF)

721

2023

805

2024

1.453

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

4.939

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

1.876

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

42

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-75%

165 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Hannover-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 1.187 Funde
  2. 2 Apis mellifera 1.129 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 909 Funde
  4. 4 Xylocopa violacea 318 Funde
  5. 5 Bombus lapidarius 314 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Hannover-Kleefeld (2.2 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    26. März

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  2. Löwenzahn

    21. April

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  3. Schlehe

    23. April

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  4. Apfel

    5. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 7 Jahren

  5. Holunder

    8. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 9 Jahren

  6. Linde

    24. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

  7. Heidekraut

    3. August

    Blühbeginn, Mittel aus 8 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Hannover-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Niedersachsen

Niedersachsen erstreckt sich von der Nordseeküste über die Geest bis zum Harz und ist damit das landschaftlich vielfältigste Flächenbundesland. Mit dem "Niedersächsischen Weg" wurde 2020 zwischen Land, Landwirtschaft und Naturschutz ein Maßnahmenpaket zur Stärkung von Arten- und Gewässerschutz vereinbart, das auch Bestäuber adressiert. Calluna-Heideflächen wie in der Lüneburger Heide sind eines der bundesweit wichtigsten Habitate für heidespezifische Wildbienen.

Quellen: https://niedersachsen.nabu.de/, https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/, https://www.naturpark-lueneburger-heide.de/

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Niedersachsen lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

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Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 52.30,52.50 · lon 9.60,9.90 · Gemeinde: Hannover · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.

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