Wildbiene · Steckbrief
Dasypoda cingulata
Originalbeschreibung: Erichson, 1835
0 dokumentierte Beobachtungen im ~20 km-Umkreis um Mehrum · Familie Melittidae · Gattung Dasypoda
Was ist das für eine Biene?
Die Gürteltiere sind eine heterogene Gruppe der Gepanzerten Nebengelenktiere und verfügen als einzige bekannte Säugetiere der heutigen Zeit über eine knöcherne äußere Panzerbildung. Die mit Hornschuppen ausgestatteten Schuppentiere galten früher irrtümlich als mit ihnen nahe verwandt. Aufgrund ihres Panzers als gemeinsames Merkmal wurden die Gürteltiere zumeist als natürliche Einheit betrachtet, was sich durch die Etablierung des Familiennamens der Dasypodidae im Jahr 1821 beziehungsweise des höheren umfassenden Taxons der Dasypoda in den Jahren 1885/1886 ausdrückt. Anatomische und genetische Studien ergaben allerdings zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen paraphyletischen Status der Gürteltiere. Gemäß diesen verteilen sie sich auf zwei Überfamilien mit insgesamt vier Familien. Gegenwärtig werden rund 25 rezente Arten unterschieden, darüber hinaus sind zahlreiche weitere, ausgestorbene Vertreter bekannt, die die stammesgeschichtliche Entwicklung bis in das Paläozän vor mehr als 56 Millionen Jahren zurückverfolgen lassen. Die Tiere sind über den südamerikanischen Kontinent und die südöstlichen Teile Nordamerikas verbreitet. Ein Großteil der heutigen Arten konzentriert sich im zentralen und nördlichen Südamerika. Sie treten weitgehend einzelgängerisch auf und leben in unterschiedlichem Maße unterirdisch in Erdbauen, wobei sie an diese grabende Lebensweise durch mehrere Skelettmodifikationen angepasst sind. Als Hauptnahrung werden verschiedene Insekten konsumiert, einige Arten verzehren aber auch pflanzliche Nahrung oder vertilgen kleinere Wirbeltiere. Die Lebensgewohnheiten der Gürteltiere sind nicht in allen Fällen gut untersucht, vor allem was die Fortpflanzung betrifft. Ihr Fleisch wird von Menschen teilweise als Nahrungsressource genutzt, manche Skelettteile finden lokal auch für handwerkliche Erzeugnisse Verwendung. Einige Arten gelten aufgrund ihrer bodenwühlenden Aktivitäten als Landplage.
Quelle: Wikipedia DE — Gürteltiere · vollständiger Artikel unter CC BY-SA 4.0 unter dem Link.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Familie
- Melittidae
- Gattung
- Dasypoda
- Art (canonical)
- Dasypoda cingulata
- Vollname
- Dasypoda cingulata Erichson, 1835
- Rang
- SPECIES
- GBIF-Schlüssel
- 1345877
Quelle: GBIF Backbone-Taxonomie — globale Referenz für Biodiversitäts-Datensätze.
Flugzeit & Trachtpflanzen-Fenster
Hauptblühphasen der für diese Gattung relevanten Trachtpflanzen,
abgeleitet aus DWD-Phänologie-Daten der Station Soßmar
(0.6 km zu Mehrum).
Hinweis: Trachtpflanzen-Fenster ≠ Flugzeit. Spezialisten folgen einer Pflanze, Generalisten fliegen breiter.
Pollen-Spektrum & Trachtpflanzen
Die Klassifikation einer Wildbiene als oligolektisch (auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert) oder polylektisch (breites Pollenspektrum) ist Schlüsselinformation für Garten- und Trachtplanung. Für Dasypoda cingulata empfehlen wir die Konsultation des Standardwerks:
Westrich, P. (2018): Die Wildbienen Deutschlands. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. Pro Art mit Phänologie, Nistweise, Pollenquellen.
Per-Art-Mapping in einer kommenden Erweiterung dieses Steckbriefs (Essen-Hub). Keine erfundenen Aussagen hier.
Schutzstatus · Rote Liste Niedersachsen
Diese Art ist nicht in der pre-bundled NLWKN-Liste (Stand 2002, Niedersachsen) der häufigsten Mehrum-Wildbienen enthalten. Für gesicherte Einstufung das Originaldokument konsultieren.
Bundesweite Rote Liste: Eine aktuelle bundesweite Rote Liste der Wildbienen Deutschlands (Westrich et al. 2011, BfN-Schriftenreihe Heft 70/3) wird hier nicht inline ausgewertet — Original-PDF konsultieren, eine 2024er-Aktualisierung steht aus.
Bei dir bauen · Nisthilfen & DIY
Welche Niststruktur diese Art bevorzugt (Erdnest, hohle Stängel, Totholz, Brombeer-Ranken) folgt im DIY-Hub. Wichtige Vorab-Hinweis: die meisten Insektenhotels aus dem Baumarkt funktionieren wissenschaftlich nicht. Siehe MacIvor & Packer (2015), PeerJ 3:e1234 für die empirische Critique.
Keine dokumentierten Funde dieser Art im aktuellen Suchgebiet (Mehrum bei Hannover). Das heißt nicht, dass sie hier nicht vorkommt — nur dass noch niemand sie hier per GBIF gemeldet hat. Wenn du sie siehst: bei NABU naturgucker melden.