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Bienenatlas

Wildbiene · Steckbrief

Flockenblumen-Langhornbiene

Tetraloniella dentata

Originalbeschreibung: (Germar, 1839)

0 dokumentierte Beobachtungen im ~20 km-Umkreis um Mehrum · Familie Apidae · Gattung Tetraloniella

Foto von Flockenblumen-Langhornbiene
Bild: iNaturalist · Lizenz CC-BY · (c) Michael Knapp, some rights reserved (CC BY), uploaded by Michael Knapp

Was ist das für eine Biene?

Tetraloniella ist eine traditionelle Gattung der Bienen (Familie Apidae), zu Deutsch Langhornbienen. Diese Gattung wird nach neueren phylogenetischen Untersuchungen jedoch zu Eucera gestellt, sie gilt als Synonym von Tetralonia. Sie wird aber von verschiedenen Autoren (noch) als eigene Gattung angesehen. Zumindest bei den einheimischen Arten unterscheiden sich die Arten von Tetraloniella von den meisten anderen Arten der Gattung Eucera dadurch, dass diese drei Cubitalzellen (Eucera s. str. zwei Cubitalzellen) haben. Weltweit sind über 120 Arten von Tetraloniella beschrieben, viele davon in der Neuen Welt. Nach der Revision durch Achik Dorchin und Kollegen auf genetischer und morphologischer Basis ist die Gattung Tetraloniella, wie traditionell aufgefasst (zum Beispiel in Micheners Standardwerk Bees of the World, dieser hatte allerdings bereits Paraphylie vermutet) keine monophyletische Einheit. Die paläarktischen Arten der früheren Gattung bilden, vermischt mit Arten der früheren Gattung Tetralonia, eine paraphyletische Ansammlung basal zu den meisten anderen Arten der Tribus Eucerini, darunter mit Tetralonia malvae die Typusart dieser Gattung. Xenoglossa, Peponapis und Cemolobus waren zwar selbst monophyletisch, aber eingeschachtelt in eine paraphyletische Tetralonia. Das morphologische Schlüsselmerkmal, die Anzahl der Cubitalzellen, erwiese sich als hochgradig homoplastisch und zur Gattungsdiagnose nicht verwendbar. Die Autoren konnten eine Klade aus paläarktischen Arten der ehemaligen Gattungen Tetralonia, Tetraloniella und Eucera identifizieren, die sie als neu abgegrenzte Untergattung Tetralonia der Gattung Eucera vorschlugen. Andere Tetraloniella-Arten gehörten anderen Kladen an. Dieser Gattungsname muss daher, den Ergebnissen zufolge, aufgegeben werden.

Quelle: Wikipedia DE — Tetraloniella · vollständiger Artikel unter CC BY-SA 4.0 unter dem Link.

Wissenschaftliche Klassifikation

Familie
Apidae
Gattung
Tetraloniella
Art (canonical)
Tetraloniella dentata
Vollname
Tetraloniella dentata (Germar, 1839)
Rang
SPECIES
Deutscher Name (GBIF)
Flockenblumen-Langhornbiene
GBIF-Schlüssel
1343068

Quelle: GBIF Backbone-Taxonomie — globale Referenz für Biodiversitäts-Datensätze.

Flugzeit & Trachtpflanzen-Fenster

Hauptblühphasen der für diese Gattung relevanten Trachtpflanzen, abgeleitet aus DWD-Phänologie-Daten der Station Soßmar (0.6 km zu Mehrum).
Hinweis: Trachtpflanzen-Fenster ≠ Flugzeit. Spezialisten folgen einer Pflanze, Generalisten fliegen breiter.

Pollen-Spektrum & Trachtpflanzen

Die Klassifikation einer Wildbiene als oligolektisch (auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert) oder polylektisch (breites Pollenspektrum) ist Schlüsselinformation für Garten- und Trachtplanung. Für Tetraloniella dentata empfehlen wir die Konsultation des Standardwerks:

Westrich, P. (2018): Die Wildbienen Deutschlands. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. Pro Art mit Phänologie, Nistweise, Pollenquellen.

Per-Art-Mapping in einer kommenden Erweiterung dieses Steckbriefs (Essen-Hub). Keine erfundenen Aussagen hier.

Schutzstatus · Rote Liste Niedersachsen

Diese Art ist nicht in der pre-bundled NLWKN-Liste (Stand 2002, Niedersachsen) der häufigsten Mehrum-Wildbienen enthalten. Für gesicherte Einstufung das Originaldokument konsultieren.

Bundesweite Rote Liste: Eine aktuelle bundesweite Rote Liste der Wildbienen Deutschlands (Westrich et al. 2011, BfN-Schriftenreihe Heft 70/3) wird hier nicht inline ausgewertet — Original-PDF konsultieren, eine 2024er-Aktualisierung steht aus.

Bei dir bauen · Nisthilfen & DIY

Welche Niststruktur diese Art bevorzugt (Erdnest, hohle Stängel, Totholz, Brombeer-Ranken) folgt im DIY-Hub. Wichtige Vorab-Hinweis: die meisten Insektenhotels aus dem Baumarkt funktionieren wissenschaftlich nicht. Siehe MacIvor & Packer (2015), PeerJ 3:e1234 für die empirische Critique.

Keine dokumentierten Funde dieser Art im aktuellen Suchgebiet (Mehrum bei Hannover). Das heißt nicht, dass sie hier nicht vorkommt — nur dass noch niemand sie hier per GBIF gemeldet hat. Wenn du sie siehst: bei NABU naturgucker melden.

Quelle: Wikipedia (CC BY-SA), GBIF (CC BY 4.0), iNaturalist. Rote Liste Niedersachsen Stand 2002 (NLWKN, 1. Fassung). Alle Aussagen stehen unter dem allgemeinen Vorbehalt: Beobachtungen ≠ Bestandsangaben. Für gesicherte Biologie Westrich (2018), Die Wildbienen Deutschlands konsultieren.

Weiterführend

Vom Steckbrief zur Aktion — was diese und verwandte Wildbienen-Arten im Garten brauchen.