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Bienen und Wildbienen in Hamburg (Hamburg) — Aquarell-Illustration der lokalen Habitate

Hamburg · Hamburg

Bienen-Beobachtungen in Hamburg

Was im Umkreis um Hamburg gerade an Bienen und Wildbienen dokumentiert ist — aus offenen wissenschaftlichen Datenbanken, nicht aus dem Internet-Geschwätz. Daten direkt aus GBIF, NABU naturgucker und iNaturalist. Andere Gemeinde wählen über das Auswahlfeld oben rechts.

Fakten zu Hamburg

Postleitzahl
20095-22769
Landkreis
Stadtstaat Hamburg
Einwohner (2024)
1.862.565
Höhe ü. NN
6 m
Fläche
755,1 km²

Quelle: Hamburg auf Wikipedia

Jahresverlauf gemeldete Funde (Apidae · Hamburg · GBIF)

1.684

2023

1.998

2024

3.811

2025

Drei-Jahres-Trend in Meldungen: leicht steigend. Dieser Vergleich misst Citizen-Science-Aktivität — viele Beobachter, viele Meldungen. Er ist kein direkter Indikator für Bienen-Bestand. Für Bestandsentwicklung braucht es Monitoring-Studien (siehe Roulston & Goodell 2011, Soroye et al. 2020).

Gesamt-Datensätze

13.600

Apidae · georeferenziert

NABU naturgucker

6.034

DACH-Bürgerwissenschaft

Letzte 30 Tage

153

neue Funde gemeldet

30-Tage-Fenster vs. Vorjahr

-62%

408 im Vorjahresfenster

weniger Meldungen als im gleichen Fenster letztes Jahr Vorsicht: Das 30-Tage-Fenster ist klein und stark wetterabhängig (Regen, Kälte und Ferien-Wochen drücken Meldungen, nicht Populationen). Für die ehrliche Lage-Einschätzung den Jahresverlauf oben heranziehen, nicht diesen Kurzfenster-Wert. Mehr Meldungen ≠ mehr Bienen, weniger Meldungen ≠ weniger Bienen.

Top 5 Arten im Umkreis

Häufigste dokumentierte Apidae-Arten in der Hamburg-Bbox seit GBIF-Beginn. Die meisten zugehörigen Pflanzen-Empfehlungen folgen mit der DWD-Phänologie-Integration (Phase 1).

  1. 1 Bombus terrestris 3.371 Funde
  2. 2 Apis mellifera 3.368 Funde
  3. 3 Bombus pascuorum 3.165 Funde
  4. 4 Bombus lapidarius 928 Funde
  5. 5 Bombus hypnorum 661 Funde

Klick auf eine Art öffnet ihren Steckbrief mit Foto, Beschreibung, Beobachtungen in deiner Gegend und weiterführenden Quellen.

Phänologie-Fenster — wann blüht was bei dir

Langjähriger Blühbeginn der wichtigsten Bienen-Trachtpflanzen, gemittelt über die nächste DWD-Phänologie-Station Hamburg-Alsterdorf (3.9 km Luftlinie). Daten: DWD Climate Data Center, jährliche Phänologie-Beobachtungen.

  1. Salweide

    4. April

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

  2. Löwenzahn

    23. April

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

  3. Schlehe

    27. April

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

  4. Apfel

    2. Mai

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

  5. Holunder

    5. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

  6. Linde

    29. Juni

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

  7. Heidekraut

    24. Juli

    Blühbeginn, Mittel aus 5 Jahren

Hinweis: Phänologische Daten sind Mehrjahres-Mittel; das aktuelle Jahr kann je nach Witterung 1-3 Wochen früher oder später dran sein. Klimaerwärmung verschiebt die Blühbeginn-Daten seit den 1990er Jahren systematisch nach vorne.

Aktuelle Einzelfunde

9 Beispiele

Schutzgebiete in der Region

Naturschutz-relevante Flächen in der Hamburg-Bbox laut OpenStreetMap. Hier finden sich oft die letzten Refugien für anspruchsvolle Wildbienen-Arten — Magerwiesen, Streuobstwiesen, Sandtrockenrasen.

  • NSG

    Allermöher Wiesen

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Ammersbek-Niederung

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Auenlandschaft Norderelbe

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

    Naturschutzgebiet

  • NSG

    Billetal

    Naturschutzgebiet

Quelle: OpenStreetMap (Tags boundary=protected_area, leisure=nature_reserve, boundary=national_park). Lizenz: ODbL. Liste auf maximal 5 Einträge pro Gemeinde begrenzt.

Bienen-Kontext in Hamburg

Hamburg ist Stadtstaat und betreibt nach eigenen Angaben 38 Naturschutzgebiete; darunter die Boberger Niederung mit Sandtrockenrasen und Binnendüne sowie die Fischbeker Heide mit blühender Besenheide — beides bedeutende Habitate für sand- und heideliebende Wildbienenarten. Oberste Naturschutzbehörde ist die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA). Ein dediziertes Wildbienen- oder Insektenschutzprogramm auf Landesebene ist öffentlich nicht dokumentiert.

Quellen: https://hamburg.nabu.de/, https://www.hamburg.de/bukea/, https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/naturschutz, https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/naturschutz/naturschutzgebiete/nsg-boberg-172936

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen — Steingärten, hohle Stängel, Lehmwände. Etwa 70 % der heimischen Arten nisten im Boden, nicht im Hotel. Klassische Insektenhotels nur, wenn sauber gebaut (durchgehende Bohrungen 2–9 mm, Hartholz, kein Bambus mit Splittern).
  • Trachtpflanzen pflanzen, die in Hamburg lokaltypisch sind: Natternkopf, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klee-Mischung statt Rasen, ungefüllte Stauden (gefüllte Rosen produzieren keinen Pollen). Die Fallstudie zum 50 m Wildblumen-Streifen zeigt, warum Saatmischung allein nicht reicht. Saisonale Empfehlungen folgen mit DWD-Integration.
  • Glyphosat raus aus dem Privatgarten. Im Hausgarten wird oft mit „Roundup" gegen Unkraut gesprüht — wirkt indirekt gegen Bienen durch Wegfall der Beikraut-Blüten und Bodenmikrobiom-Schaden.
  • Eigene Funde melden: NABU naturgucker oder iNaturalist — speist diese Statistik direkt. Auch das Foto ohne Artbestimmung hilft (Crowd-ID läuft an).

Regional-Hub

Alle Gemeinden in Hamburg

Land-Hub mit Top-Arten + Schutzgebiet-Übersicht.

Selbst aktiv werden

DIY-Hub

Vier Anleitungen mit zitierter Wissenschaft.

Hintergrund

Über das Projekt

Datenquellen, Methodik, wer dahintersteckt.

Bbox: lat 53.40,53.73 · lon 9.73,10.32 · Gemeinde: Hamburg · Aktualisiert: 13. Mai 2026. Daten von GBIF (Apidae · Familie 4334). Lizenz pro Datensatz unterschiedlich — Markierung „offen lizenziert" bedeutet CC0 / CC BY / CC BY-SA.